Wappen des Hauses Aad FockAad FockChronik eines Ehrennamens aus Fockbek
Wappen des Hauses Aad Fock: geteilt von Blau und Silber, oben ein silbernes Focksegel an goldenem Mast, unten ein blauer Wellenbalken mit goldenem Aal

Aad Fock – Bedeutung und Herkunft eines Ehrennamens aus Fockbek

Wer den Namen zum ersten Mal hört, hält ihn für einen nordischen Adelstitel. Das ist er nicht, und das war er nie. Aad Fock ist etwas Selteneres: ein Ehrenname, den ein Dorf vergeben hat.

Kurz gesagt: Aad Fock ist ein erblicher Ehrenname aus Fockbek an der Eider, seit 1667 verliehen für Unternehmensdrang, Witz und Loyalität. Der Name wird ohne „von“ geführt und geht in jeder Generation an das älteste Kind, das ihn annehmen will.

Was Aad Fock ist

Aad Fock ist ein erblicher Ehrenname aus Fockbek, einem Dorf am Nordufer der Eider westlich von Rendsburg in Schleswig-Holstein. Die Fockbeker Bauerschaft verlieh ihn im Frühjahr 1667 dem Eiderschiffer Adriaan Focke, und seither wird er in seiner Familie weitergegeben. Er ist kein Adelstitel im Sinn eines Reichs- oder Landesadels. Es gibt keinen Freiherrn, keinen Grafen und kein „von Fock“. Es gibt nur den Namen, im Dorf kurz de Aadfock, und die Verpflichtung, die an ihm hängt.

Genau darauf sind seine Träger stolz. Ein Titel von oben wird verliehen, weil jemand etwas besitzt. Der Name Aad Fock wurde von unten verliehen, weil jemand etwas getan hat.

Woher der Name kommt

Beide Teile des Namens haben eine Geschichte. Fock ist das Vorsegel, das kleine dreieckige Segel vor dem Mast, das ein Boot gerade noch steuerbar hält, wenn das Großsegel weg ist. Zugleich klingt darin der Ortsname: Fockbek wird 1196 als Fokabikre erstmals erwähnt. Aad ist die niederländische Kurzform von Adriaan. Der Stammvater stammte aus Friedrichstadt an der Eider, das 1621 von holländischen Glaubensflüchtlingen gegründet worden war, und die Fockbeker kürzten seinen Vornamen, wie sie alles kürzen.

Die Verbindung beider Teile ist die Ursprungslegende: Im Herbst 1666 strandete Adriaan Focke bei Sturm und Hochwasser an der Grönsfurt bei Fockbek, mit zerrissenem Großsegel und nichts als der Fock. Was er in den Tagen danach tat, brachte ihm den Namen ein.

Wofür Aad Fock steht

Drei Dinge werden jedem Träger des Namens mitgegeben. Die Fockbeker nannten sie nicht Tugenden, sie nannten sie „dat, wat een Aadfock deit“, das, was ein Aad Fock tut. Wir nennen sie der Einfachheit halber die drei Tugenden:

„De Aal swemmt wieder.“

Der Aal schwimmt weiter. Was ersäuft werden soll, lebt. Wahlspruch des Hauses seit 1667.

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